Störungen im Kindes- und Jugendalter

Ein kurzer Überblick

Je nach Alter und Geschlecht Ihres Kindes können sich unterschiedliche Störungen entwickeln.

Kinder im Vor- und Grundschulalter reagieren, je nach Temperament, auf Veränderungen in ihrem Leben (z.B. Schuleintritt) mit unterschiedlichem Verhalten. Manche zeigen sich eher aggressiv, lassen sich nichts mehr sagen und zeigen starke Gefühlsschwankungen.

Andere zeigen regressives Verhalten, nässen z.B. wieder ein oder wollen plötzlich nicht mehr ohne die Eltern bleiben. Manche Kinder ziehen sich zurück, wirken traurig und antriebsarm. Wieder andere bekommen Bauchschmerzen, entwickeln Ängste vor Tieren, Monstern oder bestimmten Situationen oder sie leiden unter Schlafstörungen. Bei den meisten Kindern halten diese Phasen nur kurze Zeit an. Das Kind macht einen Entwicklungsschub und geht mit der Unterstützung seiner Eltern oft gereifter aus dieser kleinen Krise hervor.

 

Halten diese Verhaltensweisen allerdings länger an, beginnen sie das Kind und die gesamte Familie immer mehr zu belasten. Das eine Kind zieht sich immer mehr zurück, traut sich immer weniger zu, trifft sich nicht mehr mit Gleichaltrigen, wird immer trauriger und antriebsärmer. Das andere Kind versucht lautstark auf seine Situation aufmerksam zu machen, trifft dabei nie den richtigen Ton, die Aggressionen nehmen zu, die bisher gute Annahme durch Eltern, Lehrer, Freunde nimmt ab.

Beide Kinder, das zurückgezogene und das aggressive, stecken in einem Teufelskreis, der schnellstmöglich durchbrochen werden sollte.

 

Kinder in der Vorpubertät haben immer häufiger mit schulischen Auseinandersetzungen zu kämpfen. Daraus können sich z.B. soziale Ängste, Schulangst, Versagens- und Prüfungsängste, aber auch Zwangsgedanken und Zwangshandlungen und andere emotionale Störungen entwickeln.

 

Alle Jugendlichen müssen sich mit ihrer körperlichen Veränderung auseinandersetzen. Dabei nimmt der gesellschaftliche Druck, bestimmten Schönheitsidealen zu entsprechen, immer mehr zu. Daraus können sich Essstörungen wie Magersucht (Anorexie), Bulemie oder Binge eating (unkontrolliertes Essen ohne Erbrechen mit der Folge von Übergewicht) entwickeln. Außerdem können Mobbing oder auch nur der eigene Anspruch an sich selbst, zum sozialen Rückzug, Depressionen, Suizidgedanken, Zwängen oder auch aggressiven Verhaltensweise führen. Die normale Gestaltung des Lebensalltags ist dann kaum mehr möglich. Hier sollte dringend fachliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

 

Störungen durch ungünstige Lebensumstände oder -ereignisse:

Kinder können durch (extreme) Belastungssituationen seelische Verletzungen erleiden. Traumatische Ereignisse und/oder ungünstige Lebensumstände können zu länger andauernden Störungen, die behandlunsbedürftig sind, führen.

Ereignisse können die Trennung von den Bezugspersonen, der Tod einer geliebten Person, schwere lebensbedrohliche Krankheiten, die Trennung der Eltern, aber auch körperlicher und seelischer Missbrauch des Kindes, Vernachlässigung und Gewalt sein. 

Ebenso können einmalige Situationen wie ein Unfall oder ein anderes Unglück zu seelischen Verletzungen führen. Es können sich eine posttraumatische Belastungsstörung, emotionale Störungen, verschiedene Ängste, Depressionen, Störungen des Sozialverhaltens, Enuresis, Enkopresis, eine Bindungsstörung, u.a. entwickeln.

 

Psychiatrische Störungen: 

Manche Störungen haben hirnorganische Gründe. Dazu zählen u.a. das Tourette-Syndrom und die Schizophrenie. Hier ist der Kinder- und Jugendpsychiater der erste Ansprechpartner. Psychotherapie ist in den meisten Fällen als zusätzliche Maßnahme zur medikamentösen Therapie indiziert.

Praxis für

Kinder- und Jugendlichen-

Psychotherapie,

Beratung und Coaching

 

Angela Buch

Dipl.-Sozialpädagogin

Kinder- und Jugendlichen-

Psychotherapeutin

 

Christburger Str. 13

10405 Berlin

 

Telefon (AB): 

0178 969 36 29